Kunstwerk des Monats

 

Christa Shelbaia

ohne Titel

Öl auf Leinwand

undat.

Für die im Rheinland geborene Künstlerin Christa Shelbaia waren ihre Bilder „Krätzchen“, kurze Geschichten. Zum Unterhalten, zum Staunen. Kaum eines thematisiert das Staunen so direkt wie dieses – wenn wir uns auch die Geschichte, die die Protagonisten des Bildes in Erstaunen oder in angespannte Erwartung versetzt, selber erzählen müssen.

Die Szenerie suggeriert die angespannte Situation kurz vor einem Auftritt der aufwändig kostümierten kind­lichen Figuren. Neugierig, ängstlich, erwartungsvoll blicken vier von ihnen in Richtung des vom Größten ­Gezeigten. Es mag etwas Aufregendes, Großes, Ehrfurcht gebietendes sein, doch von dort kommen ... zwei Hasen. Vielleicht hat auch sie die Angst gepackt, und sie fliehen vor dem Drohenden. Vielleicht hat Christa Shelbaia sie aber auch wegen ihrer Flinkheit und Cleverness als Symbol für Kreativität und geistige Wendigkeit durch die Szenerie laufen lassen.

An einigen geht die ganze Anspannung und Dynamik vorbei. Die beiden links und rechts am Bildrand scheinen keineswegs von Vorfreude durchdrungen zu sein, viel eher von Langeweile beziehungsweise Enttäuschung. Warum nur?

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